Mariami Koberidze

23.08.2017
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In der Rolle des Prozessberaters versteht sich der Coach weniger als Fachspezialist denn als methodisch versierter Prozessverantwortlicher. Seine Aufgabe besteht in der methodischen Steuerung von Bewusstwerdungs- und Entwicklungsprozessen. Wie eine „Hebamme“ bietet er dem Coachee seine „helfende Hand“, um eigene Erkenntnisse und Problemlösungen zu entwickeln („zu gebären“). Indem er sich inhaltlich strikt zurückhält und lediglich methodisch interveniert, übt er einen folgend-moderierenden Kommunikationsstil aus und gestaltet den Gesprächsverlauf mit deutlicher Prozessorientierung.

Prozessberater / „Hebamme“

In der Rolle des Prozessberaters versteht sich der Coach weniger als Fachspezialist denn als methodisch versierter Prozessverantwortlicher. Seine Aufgabe besteht in der methodischen Steuerung von Bewusstwerdungs- und Entwicklungsprozessen. Wie eine „Hebamme“ bietet er dem Coachee seine „helfende Hand“, um eigene Erkenntnisse und Problemlösungen zu entwickeln („zu gebären“). Indem er sich inhaltlich strikt zurückhält und lediglich methodisch interveniert, übt er einen folgend-moderierenden Kommunikationsstil aus und gestaltet den Gesprächsverlauf mit deutlicher Prozessorientierung.

Trainer / „Lehrer“

In der Rolle des Trainers tritt der Coach als Experte für fachliche oder methodische (Verhaltens-/ Verfahrens-) Fragen auf und versteht seine Aufgabe vor allem in der anliegenzentrierten Vermittlung von Wissen und Können sowie in der Anleitung der Verhaltenserprobung zur Vorbereitung des Coachees auf konkrete Praxissituationen (Transfersicherung). Anliegenzentriert heißt, eng ein- und abgestellt auf das konkrete Anliegen und die Zielsetzung des Coachees. Dazu zählt auch, Gesprächsinhalte vor dem Hintergrund vorhandener Wissensstrukturen zu analysieren und auf den Punkt zu bringen. Wie ein „Lehrer“ kann der Coach zugleich als Vorbild oder Modell fungieren. Er handelt aus einem Wissensvorsprung heraus, verfolgt einen Kommunikationsstil, der an didaktischen Gesichtspunkten orientiert ist, und führt den Prozess eng am Anliegen, aber dennoch mit deutlicher Strukturorientierung (orientiert an der jeweiligen fachlichen bzw. Wissensstruktur).

Mentor / „Ratgeber“

In der Rolle des Mentors tritt der Coach als „gelebter Experte aus Erfahrung“ auf und sieht seine Aufgabe darin, dem Coachee Orientierung auf seinem (Entwicklungs-) Weg zu geben. Wie ein „Ratgeber“ kann er dem Coachee sein Erfahrungs- und Branchenwissen zur Verfügung stellen sowie Handlungsoptionen oder Lösungsansätze und damit zusammenhängende Chancen und Risiken vor dem Hintergrund realistischer Einschätzungen der Lage abwägen. Wenngleich hier besonders darauf zu achten ist, dass die Selbstverantwortung des Coachees für sein Handeln vollumfänglich gewahrt bleibt, neigt der Coach hier zu einem führend-beratenden Kommunikationsstil und leitet den Prozess mit deutlicher Zielorientierung.

Begleiter / „Partner“

In der Rolle des Begleiters versteht sich der Coach als einfühlsamer Helfer, partnerschaftlicher Unterstützer und Sparringspartner. Er sieht seine Aufgabe in der Gestaltung einer vertrauensvollen Beziehung und angenehmen Gesprächsatmosphäre, in der sich der Coachee für neue Perspektiven und Wege zu öffnen vermag. Wie ein „Partner“ verfolgt er einen wertschätzend-akzeptierenden Kommunikationsstil und zeigt sich dabei gleichzeitig als Person mit eigenen Überzeugungen, die er dem Coachee als subjektive Positionierung zur Verfügung stellt, ohne sie ihm als „Weisung“ überzustülpen. Wie ein „Verbündeter“ oder „Freund“ tritt er fürsorglich-stärkend und parteilich für die Angelegenheiten des Coachees ein. Er gestaltet den Prozess mit deutlicher Personorientierung.

Evaluator / „Meta-Position“

In der Rolle des Evaluators reflektiert der Coach seine inneren und äußeren Reaktionen im Coaching-Prozess, überprüft das eigene Rollenverhalten sowie seine kommunikativen und methodischen Interventionen im Hinblick auf Angemessenheit und Wirkung, um den eingeschlagenen Kurs gegebenenfalls zu korrigieren. Er lotet sensibel die eigenen Möglichkeiten und Grenzen aus und wacht über die verantwortungsvolle „Verwaltung“ der persönlichen Ressourcen, d.h. deren Einsatz oder Zurückhaltung und Pflege. Der Evaluator kann als Sitz des Urteilsvermögens des Coachs angesehen werden. Als „Evaluator“ begibt sich der Coach in eine „Meta-Position“, aus der heraus er den Prozess souverän beurteilen, regulieren und dem Coachee als professionell abgegrenztes und kongruent kommunizierendes Gegenüber begegnen kann.

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