Schatzsuche-Tool

Als Coach treffen wir immer wieder auf Menschen mit unzähligen Potentialen, die darauf warten, geweckt zu werden. Da schlummern also Qualitäten in diesen, wie beispielsweise ein Ideenreichtum, behauptet wird aber genau das Gegenteil und darunter sogar gelitten: „Ich komme einfach auf keine guten Ideen“ heißt es dann, doch ist das wirklich so?

Auf Ressourcen-/Schatzsuche gehen

Im Coaching machen wir uns mit dem Coachee, der davon ausgeht, einfallslos zu sein, trotzdem auf die Suche nach der vermeintlich fehlenden Kreativität. Wir gehen sozusagen auf Schatzsuche. Dafür formulieren wir nach unserem Aktiven Zuhören als allererstes das negativ kommunizierte Anliegen zusammen in einen Wunsch um und suchen fortan nach einem Weg, vor Ideen zu sprühen.

Den Schatz der Kreativität heben

Der Coachee soll sich den Schatz der kreativen Einfälle (von dem wir ausgehen, dass er sie besitzt) nun bildlich vorstellen, wie er vergraben daliegt und an die Oberfläche zu heben ist. Dann fragen wir, wann der Schatz zuletzt gesehen worden ist, z.B. „Wann ist die Kreativität hier oder dort mal aufgeblitzt?“ und versuchen die Situation noch besser zu greifen. Dabei hilft es zirkulär nach anderen Menschen, die den Schatz beim Coachee beobachtet haben könnten, zu fragen. Also, bei welcher Gelegenheit die beste Freundin über einen genialen Einfall gestaunt hat oder der einem positiv zugewandte Arbeitskollege eine geäußerte Idee gelobt hat.

Eine Ressourcen-Zeitreise machen

Anschließend beamen wir den Coachee zurück in die Kindheit und lassen im Vergangenen bis hin in die Zukunft nach Situationen, in denen sich der Schatz gezeigt hat, suchen und davon erzählen. Jedes noch zu unauffällige Zeigen des Schatzes wird hierbei gewertschätzt. Dann wird gemeinsam mit dem Coachee erarbeitet, wie der Schatz nach oben bugsiert werden kann. Vielleicht fällt es dem Coachee zunächst schwer, Lösungen zu finden … dann ist es auch okay das Gegenteil ins Spiel zu bringen und zu fragen „Was müssten Sie unternehmen, damit ihr Schatz nie wieder zum Vorschein kommt?“.

Dann wird das Paradoxem umgekehrt: „Was könnten Sie tun, um den Schatz wieder näher zu kommen?“ und Fokus auf das „Was wäre, wenn …“ gelegt: „Woran würden Sie merken, dass Sie langsam wieder Zugang zu ihm bekommen?“. Außerdem wird der Blick auf konkrete mögliche Begebenheiten gelegt: „Wann könnten Sie sich dem Schatz testweise nähern“ und die Konsequenz beleuchtet, die das Hervorheben des Schatzes für den Coachee hätte: „Was würde in welchen Situationen anders laufen, wenn Sie auf den Schatz zugreifen könnten?“.

Wer sich auf Schatzsuche begibt, hat also die Chance eine eigentlich vorhandene Ressource neu zu entdecken und sich zu Nutze zu machen.



Teilen auf ...

2 Antworten zu “Auf Schatzsuche? So lassen sich vermisste Ressourcen (wieder)finden”

  1. blank Cornelia Schulten sagt:

    Wieder ein guter Beitrag zur passenden Zeit.
    Herzlichen Dank und Ihnen allen auch ein schönes Osterfest

  2. blank Kerstin Schwenke sagt:

    Danke für das Teilen der Schatzsuche. Eine sehr schöne kreative Idee, um Ressourcen aufzudecken ! Werde ich demnächst mal ausprobieren.

Hinterlasse einen Kommentar!

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.