Mariami Koberidze

22.06.2018
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Berufliche Neuorientierung

Durch eine aktuelle Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) kam folgendes Ergebnis heraus: Im Prozess der beuruflichen Neuorientierung begleitende Coaches werden als Motivatoren, Karrierearchitekten und vertraute geschätzt. An der BDU-Befragung haben von Juli – September 2017 insgesamt 117 Personen teilgenommen. Knapp die Hälfte der Befragten kamen aus den  Fachkräfte- und Spezialisten Positionen. 26 % beziehungsweise 28 % der Kandidaten kamen aus dem Mittel- und Top-Management.

85 Prozent der Befragten – davon 49 Prozent mit den hohen Zustimmungswerten 9 und 10 – geben an, dass die Coaches sie motiviert hätten, in allen Phasen der beruflichen Neuorientierung aktiv zu bleiben. Kandidaten aus dem Segment Fachkräfte und Spezialisten stimmen dieser Aussage besonders zu. Ebenfalls 85 Prozent (Zustimmungswerte 9 und 10: 49%) heben hervor, dass die persönliche Stärke, der bisherige berufliche Erfolg sowie die künftigen Ziele im Beratungsverlauf deutlicher herausgearbeitet worden seien. Hier liegt der höchste Zustimmungswert im mittleren Management. Parallel heben 85 Prozent der Befragungsteilnehmer (Zustimmungswerte 9 und 10: 48%) die Rolle des Vertrauten bei allen Themen der beruflichen Neuorientierung hervor. Besonders von Kandidaten aus dem Top-Management wird dieser Faktor als wirkungsvolle Unterstützung empfunden.

Wichtige Erkenntnis der Befrgaung:

Caterine Schwierz, Vorsitzende des BDU-Fachverbandes Outplacementberatung: „Eine ganz wichtige Erkenntnis der Befragung ist: Trotz aller Möglichkeiten durch die Digitalisierung bleibt die persönliche Komponente der Erfolgsfaktor Nr. 1 in einem fairen Trennungsprozess. Die vielen persönlichen Anmerkungen der Befragungsteilnehmer unterstreichen das und münden in deren Einschätzung: Das aktive Coaching durch den Berater hat mein Selbstbewusstsein gestärkt, Mut für einen positiven Umgang mit der Situation gemacht sowie für ein hohes Niveau der Bewerbungsunterlagen gesorgt.“

Wie wichtig ist dabei direkte und persönliche Coaching?

Das direkte und persönliche Coaching ist den Kandidaten besonders wichtig, dies geben 82 Prozent der Befragten (davon die Hälfte mit der Einschätzung „extrem wichtig“) an. Der Einsatz von Online-Tools oder Webinaren (Zustimmung 47 %, davon 6 % mit der Einschätzung „extrem wichtig“) oder psychologischer Testverfahren (Zustimmung 44 %, davon 7 % mit der Einschätzung „extrem wichtig“) fallen hinsichtlich ihrer Bedeutung aus Sicht der Kandidaten erheblich ab. Weiterhin: Vor Beginn der Beratung sagen rund Zweidrittel („extrem wichtig“: 27 %), dass ihnen Vermittlungsaktivitäten des Outplacementberaters (z.B. durch direkte Platzierung bei potenziellen Arbeitgebern) wichtig sind. Nach dem Beratungsprozess schmilzt der Anteil auf 53 Prozent („extrem wichtig“: 23 %).

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