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Franziska Weber

19.05.2020
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Moderne Väter müssen keine Superhelden sein

Familie, Job, (zu) hohe Ansprüche an sich selbst. Moderne Väter, lasst den weißen Gaul im Stall. Ehefrauen und Kinder pfeifen auf den Prinzen und Superpapa! Warum? Weil Väter auch mal ruhig überfordert sein dürfen und das Unperfekte keine Schande, sondern menschlich ist. Da es gerade für den modernen Vater aber dennoch schwierig ist, mal Fünfe gerade sein zu lassen, gibt’s hier 8 Tipps, um die ganz eigene Balance aus den persönlichen Bedürfnisse wie Arbeit, Familie, Freunde und Sport, zu finden.

Modernen Vätern wird es in der heutigen Zeit wirklich ganz schön schwer gemacht, ihrer Rolle gerecht zu werden. War es früher klar wie Kloßbrühe, was einen erfolgreichen Familienvater ausmacht, wird inzwischen ein völlig anderes väterliches Bild davon gezeichnet, was als Papa angemessen ist und was nicht. Während einst der Familienvater hauptsächlich Ernährer war, Vollzeit arbeitend und in punkto Kinderbetreuung meist mit Abwesenheit glänzte, soll er es plötzlich als „eierlegende Wollmilchsau“ viiiiiel besser machen. Will heißen, neben seinem Vollzeitjob kann er ja wohl bitte noch 101 Prozent als Spielgefährte, Hausmann und Hausaufgabenbetreuer geben – von der Erfüllung ehelicher Pflichten, mal ganz zu schweigen … diese gehört natürlich bei modernen Vätern noch on top! Wen wundert’s, dass nichts davon zufriedenstellend funktioniert? Mann ist keine Maschine. Und selbst die würde mit nonstop laufendem Motor irgendwann überhitzen, piff, paff, puff. Ofen aus.

Ein Motorschaden ist zu verschmerzen, sich als moderner Vater zwischen den unterschiedlichen Rollenanforderungen in Karriere und Privatleben aufzureiben auf Dauer nicht. Genauso wenig, wie der Beruf die Väter vereinnahmen darf, kann der persönliche Anspruch als „Traumprinzsuperdad“ auf dem Schimmel von Job zu Familie und wieder zurück zu reiten, richtig sein. Wie so oft ist hier ein sinnvoller und persönlicher Mix gefragt, bei dem sich beides in der Summe irgendwie die Waage hält.

Damit genau das gelingt, helfen diese 8 Maßnahmen dem modernen Vater, seinen Mann zu stehen:

1. Einen engen Vertrauten der Kategorie moderne Väter um Rat fragen
Sprich Deinen besten Freund an und rede mit ihm, tauscht Euch aus, was Euch wirklich bewegt, worum es in Eurem Leben gerade geht, welche Prinzipien und Werte für Euch leitend sind und wie ihr die Dinge einordnet, die Euch in Eurem Leben begegnen.

2. Kurz mal durchatmen wirkt Wunder
Nimm Dir ein Time-Out, z.B. auf dem Wege nach Hause, sei es im Auto, auf dem Fahrrad oder zu Fuß. Nutze die Zeit zum Nachsinnen, Bilanz des Tages ziehen. Stelle Dich dann innerlich darauf ein, was Dich nunmehr gleich im Anschluss in der Partnerschaft und Familie erwartet. Das hilft Dir, nicht gleich mit Erwartungen überfallen zu werden.

3. Einmal in sich gehen und hören, worauf man als moderner Vater Lust hat
Nimm Dir immer mal wieder eine Auszeit, die wirklich zu Dir passt, wo nur das dran ist, was für Dich relevant ist und alles andere macht Pause im Hintergrund.

4. Aus unliebsamen Situationen lernen
Stell Dich den Konflikten, beruflich wie privat und nutze sie, um für Dich etwas aus diesen rauszuholen. Kommuniziere, was Dich dabei bewegt und sich in Zukunft ändern wird.

5. Sich von allerlei Ballast befreien
Überlege Dir 3 Dinge oder Ansprüche, von denen Du Dich befreien möchtest und kommuniziere sie dann.

6. Bilanz ziehen, was wollte man früher, was jetzt 
Stell Dir die Frage, was Du am Ende Deiner beruflichen Laufbahn erreicht haben willst. Prüfe, inwiefern Dein aktueller Weg dies ermöglicht und checke einmal, ob es wichtig wäre, nachzusteuern. Sind die Ziele von einst auch jetzt noch stimmig?

7. Einen „Weiterbringtag“ einführen
Mache 1 Tag im Monat das, was Dich wirklich weiterbringt.

8. Was für eine Partnerschaft möchtest Du führen?
Überlege Dir, welches Beziehungsmodell Du leben möchtest, z.B. Gefährtenschaft oder Gattinnenmodell etc., und verständige Dich mit Deiner Partnerin darüber, wie ihr das umsetzen könnt.

Fazit: Weiße Pferde gehören in den Stall. Prinzen ins Märchenbuch und Unvollkommenheit zum Leben. Wer das erkennt, wird es auch schaffen, für sich zu klären, wie wichtig ihm unterschiedliche Aspekte, Bedürfnisse, Anforderungen und Rollen sind. So lassen sich die jeweils dazugehörigen Aufgaben und Anforderungen unter einen Hut bringen. Statt von Erwartungen überrollt zu werden, können Rollen aktiv individuell gestaltet werden.

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