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Franziska Weber

26.06.2020
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Duft und Karriere hängen zusammen

Plus Checkliste: So macht man als Chef „unduften Typen“ auf weniger guten Körpergeruch aufmerksam

Am 27. Juni dreht sich alles um den Duft. Ist ja schließlich auch Weltdufttag und somit Anlass als berufstätiger Mensch mal zu „erschnüffeln“, welche Macht Düfte im Berufsleben haben. Hier gibt’s ein paar Antworten.

Düfte können entscheidend sein …

Eines vorweg: Wer im Kollegenkreis oder beim Treffen mit Vorgesetzten und Geschäftspartnern einen duften Eindruck hinterlassen möchte, sollte sich seines Körpergeruchs unbedingt bewusst sein. Der nämlich kann sich entscheidend aufs Berufsleben auswirken und dieses positiv beeinflussen. Vorausgesetzt man weiß das Wesentliche um die menschliche Duft-Wirkung und hat den richtigen Riecher im Managen der eigenen Körperausdünstungen.

Ganz schön dufte!

Hintergründig wichtig zu wissen: Gerüche werden über olfaktorische Sinneszellen an das Gehirn weitergeleitet. Im limbischen System, das für die Steuerung von Emotionen zuständig ist, werden diese Informationen dann weiterverarbeitet. Es liegt also nahe, dass Gerüche Emotionen in einem selbst und bei anderen auslösen. Diese meist unbewussten Gefühle lassen bestimmte Vorurteile bezüglich des Charakters, der Arbeitsmoral sowie der Kompetenz gegenüber einer Person entstehen, was gerade beim berühmten ersten Eindruck zum Tragen kommt. Auf die Arbeitssituation und ein erstes Zusammentreffen bezogen will das heißen: Kann man einen Mitarbeiter oder Geschäftspartner nicht riechen, wird es schwer, zueinanderzufinden. Denn, einmal in eine bestimmte Schublade gesteckt, ist es gar nicht so leicht wieder aus dieser emporzuklettern. Übrigens sind zwei Effekte ganz typisch beim Gewinnen des ersten Eindrucks von einer Person. Der Halo-Effekt und der Hof-Effekt.

Der Halo-Effekt meint: Begegnet man einem Menschen und kann ihn gut riechen, bewertet ihn in der Eigenschaft des Körpergeruches also als positiv, schreibt man diesem bereitwillig weitere positive Merkmale zu.

Ein Bewerber oder Mitarbeiter also, der einem nasentechnisch passt, hat es leichter, dass man ihm mehr zutraut und als kompetenter einstuft.

Der Hof-Effekt bedeutet im Zusammenhang mit dem Körperduft: Der Körpergeruch des Gegenübers wirkt auf den Wahrnehmenden so intensiv (positiv oder negativ), dass dieser maßgeblich für den Gesamteindruck desjenigen ist.

In einer Arbeitssituation, zum Beispiel einem Meeting mit einem Geschäftspartner, könnte der Geruch des anderen so stark auf einen einwirken, dass man dem Duft alle anderen Eigenschaften der Person unterordnet.

Immer der Nase nach …

Dennoch wird gern unterschätzt, welche Macht das Riechen auf die Karriere eines Menschen hat. Und das in zweierlei Hinsicht.

Einerseits nehmen Menschen übers Riechen unablässig unzählige Informationen auf. Andererseits senden sie jede Menge davon aus, zum Beispiel solche über die genetische Individualität und die Persönlichkeit bis hin zu metabolischen oder hormonellen Prozessen. Besonders aufschlussreich, gerade in beruflichen Situationen: Den emotionalen Zustand von einer Person, wie Stress, Angst oder Panik, kann man erriechen, allerdings nur unterschwellig wahrnehmen. Für das Gehirn sind das aber ausreichende Signale, die bestimmte Areale in ihm aktivieren, so wie dem für Empathie.

Wer meint, er könne, zum Beispiel in einem Vorstellungsgespräch, überspielen aufgeregt und etwas ängstlich zu sein, der irrt. Trägt er auch noch so viele Portionen seines Eau de Toilette auf, den eigenen Körpergeruch und die dadurch transportierten Informationen für den Gesprächspartner, übertüncht das nicht. Der Körpergeruch ist mächtiger als Mimik oder Gestik! Er ist sozusagen das Alphatier der Sinne und lässt sich nicht veräppeln.

 

Checkliste: So führen Sie als Führungskraft ein sensibles Gespräch überunangenehmen Geruch

Es liegt auf der Hand, dass es kein einfaches Gespräch und eher unangenehm, ja auch peinlich, für den Mitarbeiter wird. Deshalb ist das A und O für den Chef: Sensibilität! Jedes Wort kann über den Gesprächsverlauf entscheiden, deshalb sollte man sehr auf seine Wortwahl achten. Mit dieser Checkliste im Gepäck klappt’s:

  • Um den Mitarbeiter aufzulockern, erkundigt man sich zunächst nach seiner Arbeit und hört ihm geduldig zu.
  • Während des Gesprächs versucht man herauszufinden, ob der Mitarbeiter mit seinen Kollegen zurechtkommt.
  • Im Gespräch ist Lockerheit angesagt. Denn so kann die vermutliche Angespanntheit des Mitarbeiters ausgeglichen werden.
  • Den Gesprächsgrund sollte man mit Bedacht umschreiben. Ausdrücke à la stinken, schwitzen oder müffeln sollten vermieden werden.
  • Bei gesundheitlichen Einschränkungen gibt man Hilfestellung und zeigt sich verständnisvoll.
  • Sollte der Mitarbeiter in Abwehrhaltung gehen, heißt es hartnäckig zu bleiben und sich auf die Aussagen der Kollegen zu beziehen.
  • Liegt der unangenehme Körpergeruch an der Hygiene, fragt man nicht weiter nach, sondern macht seine Zuversicht fürs Lösen der Probleme deutlich.
  • Der Mitarbeiter soll sich nicht bloßgestellt fühlen, sondern das Gespräch als Hilfsangebot empfinden.
  • Am Ende des Gesprächs ist es wichtig, sich freundlich zu verabschieden und sich für sein Verständnis zu bedanken.

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