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Franziska Weber

14.05.2020
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Ingo Steinke im Interview

… Ingo Steinke, Geschäftsführender Gesellschafter COATRAIN®, zur Entstehung des Kompendiums „Coaching als Profession“. 3 Fragen, 3 Antworten

 

Ingo Steinke, das Kompendium, das erschienen ist, zeichnet ja regelrecht ein Berufsbild des Coaches! Wie entsteht so was eigentlich?

Ingo Steinke: Einen solchen Leitfaden kann sich natürlich kein einzelner ausdenken. Dafür haben wir bereits seit 14 Jahren in einem der Coaching-Verbände einen Fachausschuss gegründet, der aus Coaching-Praktikern und Wissenschaftlern besteht. Der Fachausschuss hat das Kompendium dann als Gemeinschaftswerk entwickelt. Am Ende wurde es dann von allen rund 500 Mitgliedern des Verbandes diskutiert und verabschiedet. Damit haben wir ein Werk geschaffen, das nicht nur eine individuelle Meinung von einem wiedergibt, der zufällig mal ein Büchlein über Coaching schreiben wollte, sondern das durch eine professionelle Community legitimiert ist.

Und wie läuft das in einem Fachausschuss ab? Was passiert da?

 Ingo Steinke: Wir laden zum Beispiel Experten ein, wie einen Professionssoziologen und lassen uns von diesen erzählen, was sie zu ihrem jeweiligen Thema für unser Werk beitragen können. Das wird dann in der Runde diskutiert. Anschließend verteilen wir unter allen Mitschreibenden die Themen und Kapitel und jeder verfasst etwas, was gegenseitig vorgetragen und besprochen wird.

Das klingt ganz schön arbeits- und somit zeitintensiv. Wie schafft man das neben dem Alltagsgeschäft bei COATRAIN®?

 Das ist es tatsächlich auch. Die Treffen des Fachausschusses bedingen ja immer eine Fahrt nach Berlin, dazu kommt das Schreiben der Artikel – das alles neben dem Alltagsgeschäft zu schaffen, ist schon ambitioniert, aber für mich erfüllend und damit machbar. Als kleine Motivationsschübe für zwischendurch sehe ich persönlich dann immer die gemeinsamen Mittagessen beim Italiener um die Ecke mit allen Beteiligten und als große Belohnung am Ende natürlich das entstandene gemeinsame Werk. Trotz aller Anstrengungen möchte ich diese intensive Zeit aber nicht missen, denn die Treffen des Fachausschusses sind für uns alle jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Ich kann für die Gruppe sprechen, wenn ich sage, dass wir es lieben, hitzige Debatten und kreative Diskussionen zu führen. Ich glaube, dabei reflektieren sich alle sehr und überdenken, wie sie ihr Coaching durchführen wollen, was dabei ethisch und fachlich wichtig ist und zur innovativen Weiterentwicklung beiträgt.

Tipp: Wer an einer Ausbildung zum Professionell Coach interessiert ist, kann sich auf folgenden Seiten informieren:



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