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In Zeiten zunehmender Fälle von Burnout, Mobbing und Ängsten im beruflichen Alltag liegt die individuelle Gesundheitsförderung nicht mehr nur im Aufgabenbereich des Arbeitnehmers. Humanistische Ansätze im Management führen dazu, dem Faktor Arbeit einen salutogenetischen Aspekt zuzuschreiben. Arbeit soll gesundheitsförderlich sein und nicht krank machen.
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„Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Gesundheit steht für ein positives Konzept, das in gleicher Weise die Bedeutung sozialer und individueller Ressourcen für die Gesundheit ebenso wie die körperliche Fähigkeiten betont." (Ottawa-Charta 1986)
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| Betriebliches Gesundheitsmanagement lässt sich definieren als
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„... die Entwicklung betrieblicher Rahmenbedingungen, betrieblicher Strukturen und Prozesse, die die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit und Organisation und die Befähigung zum gesundheitsfördernden Verhalten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Ziel haben." |
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Seit 1996 gilt die gesetzliche Verpflichtung zur Gesundheitserhaltung der Beschäftigen. Anlass für ein betriebliches Gesundheitsmanagement ist häufig ein hoher Krankenstand und dadurch bedingte Fehlzeiten. Da ist das Kind aber oft schon in den Brunnen gefallen und darum empfiehlt sich, ein betriebliches Gesundheitsmanagement präventiv zu etablieren. Denn ein hoher Krankenstand verursacht nicht nur Kosten in der eigenen betrieblichen Wertschöpfung, sondern auch auf der Makroebene durch steigende Beiträge der Kranken- und Rentenversicherung.
Dies ist aber nur ein Aspekt: Unzufriedene, belastete und demotivierte MitarbeiterInnen bringen in ihren Betrieb weniger ein und schöpfen ihr Potential nicht aus. Auch dadurch wird die Wertschöpfung des Unternehmens negativ beeinflusst.
Somit stellt betriebliches Gesundheitsmanagement eine Investition in die Zukunftsfähigkeit einer Organisation dar und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. |
Ziele
- Eine gesunde Organisation mit zufriedenen MitarbeiterInnen
- Geringer Krankenstand und geringe Fehlzeiten
- Produktives Arbeitsklima und Innovationsfähigkeit des Unternehmens
- Die Gesundheit und Arbeitsbewältigungsfähigkeit des Einzelnen schützen
- Persönliche Gesundheitspotenziale erkennbar machen
- Befähigung zur Mitarbeit am Ziel „gesunde Organisation“ (Empowerment)
- Entwickeln gemeinsamer Werte, Überzeugungen und Regeln
- Soziale Gleichheit im Unternehmen fördern (Lean Management)
- Vertrauen in die Führung stärken
- Teilhabe an Unternehmensentscheidungen (Partizipation fördern)
- Vertrauen, gegenseitige Hilfe und Kooperation der einzelnen Mitglieder der Organisation
- Vereinbarkeit sozialer Beziehungen und Arbeit (familienfreundliche Strukturen)
- Positive Beziehungen am Arbeitsplatz und im Team (gute Beziehungen zwischen den einzelnen Mitgliedern)
- Förderung sozialer Kompetenzen (soft skills)
- Corporate Identity
Bedarfserfassung (allgemein) - Ist-Analyse
Eine gute Möglichkeit, Aufschluss über die Situation im Unternehmen zu erhalten, sind eine Mitarbeiterbefragung, eine Kundenbefragung und die Auswertung der Ergebnisse des Beschwerdemanagementsystems (intern wie extern). Liegen auf diesen Ebenen keine Daten vor, sollte neben Gesprächen mit den Beteiligten und der Beobachtung und Erhebung der Arbeitssituation ein Fragebogen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement eingesetzt werden.
Die Bögen der Befragung müssen an die Zielgruppe angepasst werden. Umfang und Formulierung sind so zu gestalten, dass ein hoher Rücklauf sichergestellt wird.
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